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plattenbau revisited

Martin Schmitt, Jury-Vorsitzender von „20 Hours“ – Wettbewerb der Howoge mit dem Fachgebiet Barlieb der TU Berlin.
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Die Neufassung der oft maroden Fassaden von Plattenbauten ist eine der spannendsten Gestaltungsaufgaben der Gegenwart. Der Umgang damit ändert sich gerade auf höchst interessante Weise. Statt die Fassaden wie bisher nur äußerlich mit Malerei oder Verkleidung umzudekorieren, geht man jetzt viel innovativer mit den Bauten um. Der bemerkenswerte Umbau des Tour Bois le Prêtre von Lacaton-Vassal in Paris hat den Weg geebnet, den Plattenbau neu zu denken.
Wie weit die Möglichkeiten dieser Gestaltungsaufgabe reichen, wurde beim Studentenwettbewerb „20 Hours“ der Howoge mehr als deutlich. In den Siegerentwürfen zeigt sich eine Bewegung zur Gestaltung der Fassade in der Tiefe. Sie arbeiten mit dem vorhandenen System – mit der repetitiven Rasterstruktur. Jedoch erzeugen sie durch deren Variation ein Relief, das neue Potentiale aufdeckt, nicht monoton ist und zugleich die Qualität des Innenraums verbessert.
Die Architekturstudenten der TU Berlin hatten von Berlins größter Wohnungsbaugesellschaft, der Howoge, die Aufgabe erhalten, innerhalb von zwanzig Stunden eine neue Fassade für einen Plattenbau zu entwerfen. Das 22-stöckige Wohnhochhaus vom Typ GT 18 (Typ Berlin) stammt aus den Jahren 1969-71 und steht in der Rhinstraße 2/4 in Berlin-Lichtenberg.

Die Siegerentwürfe finden Sie hier

 

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